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Geschichtliches

Das genaue Alter des Brettchenwebens ist noch immer nicht genau geklärt. Nur soviel ist sicher, die Technik gibt es schon seit der Zeit des Pharao Ramses. Aus dieser Zeit gibt es Funde von Borten bzw. Gürtel, so wie z. B. den sogenannten “Ramsesgürtel”. Der älteste Fund aus Deutschland stammt aus der Mitte des 6. Jhd. v. Chr. aus dem Grab des Keltenfürsten von Hochdorf.

Die Technik des Brettchenwebens hat sich vor allem in den skandinavischen Ländern (bis nach Norddeutschland), den slawischen Ländern und den Alpen erhalten. Was man auch sehr gut an Trachtenbändern sehen kann, die sowohl maschinell wie auch in Handarbeit hergestellt. werden.

Folgen Bänder hab ich in einem Trachtengeschäft bei uns entdeckt. Ich bedanke mich an dieser Stelle beim Trachtengeschäft Graspointner in Traunstein für die nette Unterstützung!

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a_Borte_aus_Gesch_ft_015

benötigtes Material

Webrahmen

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Der Webrahmen benötigt einen verstellbaren Spanner, um die Webarbeit immer wieder weiter zu ziehen und sie auch nachspannen zu können.

Ein Webrahmen ist nicht unbedingt erforderlich. Es geht auch mit einem Gürtel und einer Türklinke oder einem Stück Holz im Boden, um den die Kettfäden geleitet werden.

Webbrettchen

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Holzbrettchen

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Hornbrettchen

Die Brettchen müssen nicht unbedingt aus Holz oder Horn sein, für den Anfang reichen auch welche aus Pappe oder Plastik, die man ganz leicht selbst machen kann. (z.B.. aus alten Spielkarten).

TIPP!

Um Fehler beim Aufziehen zu vermeiden, sollte man die einzelnen Löcher der Brettchen mit Buchstaben kennzeichnen (siehe Holzbrettchen). Die Ecke “A” anfärben bzw. brennen (bei Holz und Horn) um die Brettchenstellung beim Weben immer erkennen zu können.

Webschiffchen

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Webschiffchen ohne Schussfaden

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Webschiffchen mit Schussfaden

Das Webschiffchen benötigt man, um den Schussfaden in das Webfach einzubringen. Es sollte ca. 15-20 cm lang sein.

Schlagholz

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Ich verwende ein Schlagholz, es können aber auch Webkämme oder Riet verwendet werden. Das Schlagholz wird verwendet, um nach dem Drehen der Brettchen den Schussfaden in das Gewebte einzuschlagen und dadurch eine höhere Festigkeit zu erreichen.

Richtungsstein

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Um auch mal eine Pause machen zu können und danach auch wieder zu wissen wie es weiter geht, empfehle ich einen drehbaren Stein, Pfeil oder der gleichen am Webrahmen zu befestigen. Es erleichtert das Weben ungemein. ;-)

Schnurbindung

Hier möchte ich das Weben in Schnurbindung erklären. Die Schnurbindung ist die einfachste der Webtechniken und besonders gut für Anfänger geeignet. Es wird hier nur die Methode mit einem gesamten Webpacket vorgestellt. Weitere Technik siehe: Brochieren

Aufziehen

Als erstes sollte man sich ein passendes Muster aussuchen, die man auf diversen Internetseiten finden kann. Dann sind noch die gewünschten Farben wichtig. Für Anfänger ist es vielleicht am leichtesten, wenn sie erst mal mit Wolle anfangen. Denn aufgrund der Dicke der Wolle kommt man relativ schnell zum gewünschten Erfolg. Das motiviert dann auch zum weitermachen.

Nun führen wir die benötigten Fäden der passenden Farben für ein Brettchen (lt. Scherbrief) um alle Windungen des Webrahmens und fädelt sie in Z- und S-Schärung auf. (siehe Unten)

Man sollte die 8 Enden der 4 Fäden pro Brettchen miteinander verknoten.

Um das Anweben zu erleichtern und die ungefähre Bortenbreite sicherzustellen, sollte man alle Knoten mit einem kleinen Bändchen durch das Fach zusammenbinden.

Kettfäden

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Z-Schärung

Webarbeit

Kettfäden

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S-Schärung

Webarbeit

Und so sieht ein Webrahmen fertig aufgezogen und angewebt aus

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Das Weben an sich

Um mit dem Weben beginnen zu können muss man darauf achten, das alle Brettchen mit den Buchstaben A und D nach oben stehen (die angebrannte Ecke “A”).

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Dann muss der Schussfaden auf das Schiffchen aufgezogen werden.

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Nun kann man mit dem Weben beginnen. Die Brettchen lt. Scherbrief (meistens 4x vorwärts und 4x rückwärts) drehen. Dadurch entsteht das gewünschte Muster. Der Schußfaden wird immer nach einer Drehung in das Fach eingelegt und nach der nächsten Drehung mit dem Schlagholz festgeschlagen. Um eine Etappe von z.B.. 4x vorwärts und 4x rückwärts fertigzustellen, wird der Schussfaden insgesamt 8x eingelegt und 8x festgeschlagen.

Copyright by Alexandra Christ

Hier sind ein paar fertige Borten die in 4x4 gewebt wurden.

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         Borten aus Garn                      Borten aus Wolle

Viel Spass beim ausprobieren und bei Fragen einfach eine E-Mail an:

info(at)magicusincendium.de

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