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    Feuer

    es war Lichtspender, einzige Wärmequelle, Kochstelle und Treffpunkt.

    Also war es sehr wichtig. Doch so einfach wie heute war es nicht zu entfachen.

    Hier möchte ich euch zeigen wie schwer es war, im 12. Jhd. Feuer zu machen.

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Grundmaterial zum Feuermachen

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Der Zunder

Der Zunderschwamm, oder Zunderpilz (Fomes fomentarius) wird seit Jahrhunderten als Zundermaterial verwendet. Selbst “Ötzi” trug ihn bei sich. Dieser Pilz wächst auf abgestorbenem Holz. Um Zunder herzustellen schneiden wir das Fruchtfleisch in Scheiben und legen dies in Salpeterlösung (Natrium- oder Kaliumnitrat) ein, oder kochen ihn wie früher in Urin. Anschließend lassen wir ihn  trocknen und klopfen ihn weich. Fertig ist der Zunder.

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Das Schlageisen

Das Schlageisen wird aus sehr kohlenstoffhaltigen Eisen geschmiedet. Mit ihm schlägt man von oben auf scharfe Kanten des Feuersteines (mehr mit Kraft und Schwung schnell über die Steinkante schleifen als draufschlagen). Alternativ kann man auch Pyrit verwenden. Beim Aufeinanderschlagen zweier Feuersteine entstehen zwar auch Funken, aber dabei entsteht nicht die erforderlich Temperatur um den Zunder zu entzünden.

Schritt für Schritt zum Feuer:

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Der Feuerstein

Der Feuerstein ist eine sehr harte (Härte 7) Quarzverbindung (SiO²). Er ist fast überall an unseren Flüssen zu finden und ist meist von Kalk ummantelt. Beim brechen entstehen sehr scharfe Kanten. Aus ihm wurden in der Steinzeit Werkzeuge und Waffen (Messer, Beile und Pfeilspitzen) gefertigt. Beim Anschlagen des Steines entstehen Funken und Brandgeruch (daher der Name Feuerstein). Auch in heutigen Feuerzeugen findet er noch Verwendung.

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Das Zündmaterial

Um vom glühenden Zunder zur lodernden Flamme zu gelangen benötigt man trockenes, feines Zündmaterial. Hierfür eignet sich besonders gut Stroh, aber auch Heu und trockenes Laub (starke Rauchentwicklung die beim Anfachen oft störend wirken kann). Die Glut des Zunders wird darin “eingepackt”. Es ist auch wichtig das “Nest” gross genug zu nehmen um sich nicht die Finger zu verbrennen.

Als erstes legen wir uns ein längliches “Nest” aus unserem Zündmaterial zurecht.

Auch Kleinholz in der späteren Feuerstelle sollten wir uns zurecht legen.

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Nun nehmen wir unseren Feuerstein und suchen uns eine scharfe Kante. Dann legen wir den Zunder bündig auf die Kante und halten ihn mit dem Daumen feste.

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Mit dem Schlageisen schlagen wir nun auf die Kante (mehr mit Kraft und Schwung schnell über die Steinkante schleifen als draufschlagen).

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Nun muss ein Funke auf den Zunder fallen,

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dies kann einiges an Geduld und u. U.

blutige Knöchel erfordern. Lasst euch nicht entmutigen. Übung mach den Meister! ;-)

Die Glut, die der Zunder bildet,

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legen wir nun in die

Mitte unseres Nestes, nehmen dieses an den beiden Enden und schlagen es um den glühenden Zunder.

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Unser Nest halten wir in beiden Händen leicht über uns. (Um den Rauch zu entkommen).

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Durch sanftes pusten fachen wir die Glut immer mehr an,

bis sich das Zundermaterial .entzündet.

Feuer

Dieses Feuer ist rasch zu Ende (Strohfeuer). Legt es in  die Feuerstelle und nährt es mit dem Kleinholz bis zum richtigen Lagerfeuer.

Viel Spaß und Erfolg beim Üben.

Bei Fragen meldet euch:

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