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Geschichtliches

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Das Nadelbinden ist der Vorgänger des Strickens und Häkelns. Ähnlich wie beim Nähen wird mit einem Faden und einer Nadel gearbeitet.

Die ersten Funde stammen aus der Jungsteinzeit aus dem Nahal-Hemar Höhle aus Israel um 7000 vor Chr.

Aus der Bronzezeit stammt ein Fund eines Frauenhemds aus Dänemark.

Aus der frühen Antike fand man Kopfbedeckungen vor allem in China.

Aus dem 4.-9. Jhd, nach Chr. gab es ägyptische und koptische Sockenfunde.

Auf der Britischen Insel fand man die bekannte Coppergate Socke aus York aus dem Jahr 970 n. Chr. Zur gleichen Zeit wurde das Nadelbinden auch auf dem Festland Europas etabliert.

Aus dem Hochmittelalter gibt es Funde von Handschuhen, Socken und Kopfbedeckungen.

Bis ins 16./17. Jhd. wurde das Nadelbinden in Europa praktiziert.

Bis in die Neuzeit sogar in Skandinavien.

 

Benötigtes Material

Wolle oder Garn

Holz-, Horn- oder Knochennadel

Die Anfangsschlaufen

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a_Web_erste_schlaufe_01_7

Die Schlaufen müssen nicht nur gelegt, sondern auch mit der Nadel durchgezogen werden.

Der Stich an sich

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Am Bild von rechts unten gesehen beginnen, mit dem hier roten Faden unter der ersten Schlaufe durch, über die nächsten 2 oben drüber, dann wieder zurück unter den beiden Schlaufen durch und wieder über die erste Schlaufe oben drüber. Das ist der sogenannte UOO/UUO-Stich.

Darauf achten, das die nun entstandene Schlaufe am Anfang (hier Schnittstelle zwischen grau und rot) immer stehen bleibt.

Nun das ganze im die neue Schlaufe versetzt wiederholen, bis die gewünschte Länge bzw. breite erreicht ist. (enger ziehen wie hier auf dem Bild!)

Diese Schlaufen werden auch Luftmaschen genannt.

a_Web_Schlaufen_mit_Nadel_01_7

Von der Luftmasche zum Gewebe

Beim Nadelbinden ist es leider nicht möglich wie beim stricken oder Häckern flache Flächen zu nadeln. Das Gewebe baut sich spiralförmig auf.

a_Web_Genadeltes_01_702
a_Web_nadelgebundenes_01_7

Nach der gewünschten Länge an Luftmaschen legt man das Ende und den Anfang zusammen und nadelt wie gewohnt weiter. Mit einer Ausnahme - bevor man mit einer neuen Masche beginnt, führt man den Faden durch die Schlaufe des darunter liegenden Gewebes. Dadurch verbindet sich die Reihe der Luftmaschen mit der ersten festen Reihe.

Da man beim Nadelbinden immer nur kurze Fadenstücke verwendet, muss man immer wieder anstückeln. Dies gelingt am leichtesten, in dem man das alte Fadenende aufdreht und das neue auch. Die beiden Enden wie beim Filzen mit etwas Spucke und Druck zwischen beiden Handflächen zusammendrehen. Jetzt vorsichtig weiternadeln bis das Übergangsstück eingenadelt ist. Dann kann man wieder fester zusammenziehen.

Hier das Bild eines entstehenden Almosenbeutels

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Copyright by Alexandra Christ

Viel Spass beim ausprobieren! :-)

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